15. Juli 2020

Rechte Teilnehmer*innen verlassen Kundgebung bei Rede gegen Altersarmut

Knapp 100 Teilnehmer*innen bei Kundgebung von Fridays for Future Köln. Rechte verlassen Kundgebung gegen Altersarmut während antifaschistischer Rede.

Für Freitag, den 24. Januar, hatte die Bewegung “Fridays gegen Altersarmut” zu einer Kundgebung in Köln-Porz und auch in anderen Städten aufgerufen. Nachdem eine Kundgebung unter gleichem Label auf der Domplatte bereits abgesagt wurde, mobilisierten unter anderem die Partei Die Rechte und Personen aus dem Bürgerwehr-Spektrum nach Köln-Porz. “Fridays for Future Köln” meldete daraufhin eine Gegenkundgebung an, die sich gegen die rechte Unterwanderung sozialer Bewegungen positionierte. Unterstützt wurden sie dabei u.a. auch von „Kein Veedel für Rassismus“ und Köln gegen Rechts. Knapp 100 Menschen folgten dem Aufruf von FFF Köln nach Porz.

Dabei kam es zu einem Gespräch mit der Anmelderin von “Fridays gegen Altersarmut”, die die sich ebenfalls gegen die rechte Vereinnahmung positionieren wollte. Da sehr gute Reden auf der Fridays for Future Kundgebung gehalten wurden entschieden wir zusammen mit der Anmelderin spontan eine unserer Reden, die einer Genossin von Köln Alarm, auch auf deren Kundgebung vorzutragen.

Die Rede thematisierte das Versagen der  Parteien bei der Bekämpfung von Altersarmut und legte dar, wie AfD&Co versuchen dieses Thema zu besetzen. Beim Publikum kam das nur zum Teil gut an. Ein Teil verließ die Versammlung demonstrativ nach der Vorstellung der Rednerin, einige stellten sich empört weiter weg, man hatte wohl Anderes erwartet von der Veranstaltung. Aber es blieben auch ein paar.

Die Kundgebung, die wir bewusst nicht als Rechts betiteln woll(t)en löste sich schliesslich im inzwischen zahlreichen antifaschistischen Gegenprotest auf. Es zeigt wie wichtig es ist, sich gegen rechte Unterwanderung bei sozialen Kämpfen zu stellen und den Rechten nicht die Beantwortung der sozialen Frage zu überlassen.

Kein Fußbreit den Faschisten!