26. März 2026

Rechtsextremer Autokorso am Samstag, 28.03.2026 in Köln

Gegenprotest von 12 bis 14 Uhr auf dem Heumarkt

Die Initiative „Freies Russland NRW“ ruft zum Gegenprotest von 12 bis 14 Uhr auf dem Heumarkt gegen die rechtsextreme Putinproaganda auf.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Wie in den vergangenen Jahren will die rechte Putintruppe um Markus Beisicht aus Leverkusen und Elena Kolbasnikova einen Autokorso ab der Deutzer Werft durchführen.

Kolbasnikova muss sich allerdings mit einer Videobotschaft begnügen. Wegen eines Verfahrens zu einem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zogen es  Kolbasnikowa und ihr Lebensgefährte Max Schlund vor, das Weite zu suchen, das sich in diesem Fall in Kaliningrad fand. ( https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_100419088/elena-kolbasnikova-putin-fangirl-und-max-schlund-fliehen-nach-russland.html ) und ( https://www.mbr-koeln.de/artikeltext/kein-gutes-wochenende-f%C3%BCr-pro-putin-verein)

Mittlerweile besteht gegen Kolbasnikova und Schlund eine Einreisesperre, sie müssen also draußen bleiben. ( https://koeln.t-online.de/region/koeln/id_100506702/koeln-elena-kolbasnikowa-klagt-auf-telegram-20-jahre-einreiseverbot-.html ).

Markus Beisicht ist in Köln leider auch ein „alter Bekannter“. Angefangen bei den Republikanern über die „Deutsche Liga für Volk und Heimat“, später dann „Pro Köln“/“Pro NRW“, „Aufbruch Leverkusen“ und nun mit dem rechtsextremen Bündnis „Aufbruch, Frieden – Souveränität – Gerechtigkeit“, versucht er sich immer wieder an einer rechtsextremen Polit-Karriere. Sein bisheriger Zenit war sicherlich der Sitz im Rat der Stadt Leverkusen mit seinem rechten Laden „Aufbruch Leverkusen“, aus dem er bei der letzten Kommunalwahl mit 0,6 % wieder rausgeflogen ist. Sein Versuch, als Oberbürgermeister-Kandidat in Leverkusen anzutreten, wurde durch den Wahlausschuss abgelehnt. ( https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/leverkusener-rechtsextremist-beisicht-von-ob-wahl-ausgeschlossen_aid-131939365 )

Wenn es auch mit der Polit-Karriere nicht so recht klappen will, schafft es Beisicht, alles was so im rechtsextremen Spektrum unterwegs ist, zu vernetzen und zu seinen Veranstaltungen als Redner zu holen. Sei es der wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte Neonazi Alexander Kurth, der ex-AfD`ler André Poggenburg, der selbst den AfD-Faschos zu unappetitlich war oder die bizarre Figur des Bernhard Falk, 1999 wegen vierfachen Mordversuches zu 13 Jahren Haft verurteilt, nun als Islamist im Geschäft ( https://www.dw.com/de/wie-ein-ehemaliger-linksterrorist-salafisten-im-knast-betreut/a-45813212 ).

Auch wir berichteten bereits häufig über diese Verbindungen ( https://www.koelngegenrechts.org/2022/09/bundesweites-neonazinetzwerk-um-markus-beisicht-fuehrt-demo-mit-800-teilnehmenden-durch-koelner-innenstadt/ )

Diese Zusammenarbeit beschränkt sich nicht nur auf gelegentliche Demoauftritte, wie auch die Mobile Beratung zu berichten weiß. (https://www.mbr-koeln.de/artikeltext/kooperation-zwischen-putin-unterst%C3%BCtzer*innen-und-der-extremen-rechten ) und ( https://www.mbr-koeln.de/artikeltext/aufbruch-vorsitzender-bei-podiumsdiskussion )

Warum dieser mit Links gespickte Beitrag zu einer Demo? Leider werden diese rechten Netzwerke zwischen Neonazis und Putinfreunden immer wieder unterschätzt. Das mag an der Lächerlichkeit ihres Auftretens liegen, siehe hier der kurze, aber Popcorn-fähige Beitrag von Spiegel-TV ( https://youtu.be/njj-XoUtHVA?is=GCEHLodD0ytK_Q3i ).

Tatsächlich hat die rechte Vernetzung mittlerweile ein extrem gefährliches Ausmaß erreicht, dessen Spitze in Form der AfD in unseren Parlamenten sitzt. Und die Wahlerfolge der AfD bei den letzten Wahlen, sollten wirklich zu denken geben und zum Handeln. Damit die Zukunft eben nicht so aussehen wird wie sich die Rechten das vorstellen.

Samstag, 28. März | 12-14 Uhr | Heumarkt