29. September 2022

AfDler*innen, bekennende Nationalsozialisten und ein Hitlergruß auf der Montagsdemo in Köln

Großer Gegenprotest

In Köln kamen am letzten Montag bis zu 2000 Menschen zu einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen, die von Bianca Paffenholz angemeldet war.
Dabei gab es diesmal Gegenprotest. Unter dem Motto „Köln ist solidarisch“ versammelten sich etwa 1000 Menschen auf dem Neumarkt und brachten ihren Widerspruch auf die Straße gegen Schwurbelei, Verschwörungsmythen und Nazis.

Unter den Demonstrantinnen, die vom Roncalliplatz kamen, schienen viele überrascht über den großen und lautstarken Gegenprotest und über die Parolen die Ihnen galten wie: „Ihr seid nicht der Widerstand! Lauft mit Nazis Hand in Hand!“ Und von denen waren wieder einmal zahlreiche anwesend auf der Demonstration. Etliche Parteifunktionäre der AfD waren auf der Demonstration vertreten. Neben dem AfD Bundestagsabgeordneten, Fabian Jacobi lief auf der Demonstration auch die AfD-Landtagsabgeordnete Iris Dworeck-Danielowski, eine AfD- Listenkandidatin von der letzten Kommunalwahl Nele W., sowie der Porzer AfD-Spitzenkandidat Rainhard Krasson mit. Krasson ist schon bei zahlreichen Demonstrationen in anderen Städten im Block der rechtsextremen Identitären mitgelaufen, von denen ebenfalls mindestens zwei auf der Demo am Montag gesehen wurden. Des Weiteren lief in der Demo am letzten Montag der bekannte Kölner Rechtsextremist und bekennende Nationalsozialist Thomas Breuer mit (Köln für Deutschen Sozialismus), zusammen mit dem in der Kölner Schwurblerinnenszene recht bekanntem Aktivisten T.
T. ist ein gutes Bespiel für die Radikalisierung in die rechtsextreme Ecke. Er ist schon seit April 2020 bei ersten Kundgebungen von Johanne Liesegang dabei, meist mit Schild und Kappe auf denen er „NWO“ stehen hat (NWO ist eine klassische stark antisemitische Verschwörungstheorie). Er war beim versuchten „Sturm auf den Reichstag“ dabei und läuft mittlerweile mit bekennenden Nazis zusammen auf Demos. All dies ohne jeglichen Widerspruch von der Szene der Demonstrantinnen, von denen ihn viele kennen. Als Krönung der Demonstration am letzten Montag kam es dann auch noch zu einem Hitlergruß eines Trägers des Fronttransparentes. Der WDR dokumentierte den Vorfall. In der Lokalzeit Köln war gut zu sehen, wie der Teilnehmer vor den Augen der anderen Transparentträgerinnen gleich zweimal den Hitlergruß zeigte, und direkt danach das Fronttransparent von „Köln ist Aktiv“ weitertrug.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-demonstrationen-fuer-und-gegen-corona-massnahmen-100.html

Müßig zu erwähnen, dass auch schon auf den vorherigen Montagdemonstrationen in Köln zahlreiche AfDler*innen und auch Hardcorenazis von der Partei „Die Rechte“ mitgelaufen sind.

AfD-Bundestagsabgeordneter Fabian Jacobi auf der Montags-Demonstration am 17.01.2022
AfD-„Spitzenkandidat“ für Porz Rainhard Krasson auf der Montags-Demonstration am 17.01.2022
AfD-Listenkandidatin auf der Montags-Demonstration am 17.01.2022
Thomas Breuer (Köln für Deutschen Sozialismus) und Aktivist T. auf der Montags-Demonstration am 17.01.2022

Die Anmelderin der Demonstration
Bei der Demonstration am letzten Montag betonte die Anmelderin Bianca Paffenholz immer wieder, dass dort keine Nazis mitlaufen würden. Sie müsste es besser wissen, denn schließlich kennt sie mittlerweile so einige davon, wie von den Demos in Düsseldorf oder Berlin, auf denen sie noch von deren Teilnahme regelrecht geschwärmt hat und immer wieder den Schulterschluss mit rechtsextremen Hooligans gesucht hat. Auch holte sie mehrmals bekannte Rechtsextremisten auf die Bühne wie Dieter „Germane“ Bartsch oder Sascha Vossen. Ebenso duldet sie ohne jeglichen Widerspruch in ihren Chats widerwärtigste Hetze gegen Migrant*innen und Flüchtlinge. Auch selber spricht sie sich dort gegen die „vielen Flüchtlinge“ aus, postet Beiträge von Björn Höcke, oder auch schon mal mit dem Kommentar „Ein Lied für den Widerstand“ ein Video der bekannten Band Kategorie C, die als Aufpeitscher bei den gewalttätigen HOGESA Protesten gespielt hat und tief in der rechtsextremen Hooliganszene verankert ist. Wegen eines anderen Postes auf ihrem Kanal wurde bereits im Dezember 2020 ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Bianca Paffenholz eröffnet.

All dies passiert in ihren Telegram-Gruppen ganz öffentlich und ohne Widerspruch der vielen hundert Chatteilnehmer*innen, von denen so einige auf der letzten Montagsdemo waren.
Wer davor weiterhin die Augen verschließt und auf die Demonstrationen von Paffenholz, Liesegang und Co geht, macht die Tore für Rechtsextremismus weit auf und bietet eine Bühne für AfD und andere Nazigruppen.

Darum kann es auch nächsten Montag nur wieder heißen „Wer mit Nazis marschiert, hat nichts kapiert“ – Kommt zur Gegendemo!

Post aus dem Telegram-Kanal von Bianca Paffenholz