26. September 2021

Unangemessener Polizeieinsatz

Der rechte Karnevalsverein um Bianca Paffenholz, Johanne Liesegang und der Neonazibande von Patriotic Opposition Europe hatte heute zur Kundgebung gerufen. Das sollte nicht unbegleitet bleiben, woraufhin sich kurzfristig ein stabiler, antifaschistischer Gegenprotest einfand, um seiner Missbilligung darüber Ausdruck zu verleihen. Mit Transparenten und Schildern wie auch lautstarker Gegenrede zeigten Antifaschist:innen wieder, dass in Köln kein Platz für Faschismus ist.

Nachdem die Rennleitung sich zunächst durchaus gewillt zeigte, diesen Gegenprotest zuzulassen, einzelne Beamte gaben gar zu erkennen, dass sie für die rechte Superspreading-Veranstaltung wenig Verständnis hatten, kippte die Stimmung dann schließlich doch. Nachdem ein Beamter einen absolut friedlichen Genossen völlig grundlos und ungerechtfertigt hart über den Platz schubste, fackelten etliche seiner Kolleg:innen nicht lange und eskalierten die Situation umgehend. Der Korpsgeist zeigte mal wieder seine hässlichste Fratze. Mit halber Hundertschaft begannen sie dann auf den gesamten Gegenprotest loszustürmen und prügelten auf jede(n) wer nicht schnell genug wegkam. Dabei wurden mehrere Antifaschist:innen wahllos gepackt und brutal in Gewahrsam genommen.

Hey Polizei. Ist das die Deeskalationsstrategie, für die ihr eigentlich ausgebildet werdet? Da hatten zwei oder drei von euch mal wieder richtig Bock, sich gezielt junge Menschen rauszupicken, diese zu schikanieren und zu demoralisieren. Interessante Taktik. Sie geht nur nach hinten los. Das Vertrauen in die deutsche Polizei geht aufgrund solchen Verhaltens mittlerweile bis ins bürgerliche Spektrum immer weiter verloren. Statt Menschen zu bekämpfen, die friedlich für Menschenwürde, für das Leben und gegen Faschismus eintreten, solltet ihr lieber mal eure eigene Bude aufräumen. Uns graust davor, dass euch mit dem neuen Versammlungsgesetz noch absurdere Instrumente gegeben werden, notwendigen Protest einzuschränken, zu kriminalisieren und zu demoralisieren. Das dürfen und werden wir nicht weiter hinnehmen.
An alle Genoss:innen, die sich heute trotz eisigen Temperaturen am Neumarkt gegen die rechte Bande positioniert haben:
Danke Antifa