25. November 2020

Schwacher Auftritt von Neonazis in Remagen

Wie in den vergangenen 11 Jahren schon, versammelten sich auch heute wieder Neonazis in Remagen, um auf geschichtsrevisionistische Art NS-Täterinnen zu Opfern zu stilisieren und den gefallenen Wehrmachtssoldaten in einem Trauermarsch zu gedenken. Dabei setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort, wonach die Teilnehmerinnenzahl dieser gruseligen Veranstaltung immer weiter schrumpfte. So bekamen sie dieses Jahr gerade einmal 60 Neonazis zusammen. Darunter auch die in der Kölner Naziszene bekannten Cindy Kettelhut und Samy Musari.
Ihnen gegenüber standen ca. 650 Antifaschistinnen, die teils aus den umliegenden Städten nach Remagen gekommen waren, um den Nazis entschlossen entgegenzutreten. So gelang es einer Gruppe von ca. 80 Antifaschistinnen zwischenzeitig die Naziroute zu blockieren. Sie wurden jedoch schon vor Eintreffen des Naziaufzuges durch massive Polizeigewalt von der Straße geräumt und am Straßenrand eingekesselt, während die Nazis mit wenigen Metern Abstand an ihnen vorbeigeführt wurden. Von einem Teil wurde im Anschluss die Personalien festgestellt und sie erhielten einen Platzverweis.
Entlang der gesamten Aufzugsstrecke kam es immer wieder zu Störaktionen, so dass die Neonazis ihren Trauermarsch nur unter Polizeischutz und unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen konnten.
Unser Fazit lautet daher, konsequenter und beharrlicher Antifaschismus zahlt sich aus, auf dass sich der Trend weiter fortsetzt und dieser Spuk bald der Vergangenheit angehört.