7. Juni 2020

Homophober Starprediger in der Lanxess Arena

Homophober Starprediger soll am 20. Juni 2020 in Kölner Lanxess Arena auftreten.

„Festival of Hope“ nennt sich eine Großveranstaltung am 20. Juni, zu der evangelikale Gruppen in die Kölner LANXESS arena einladen. Der Hauptredner dort, der 67-jährige US-Amerikaner Franklin Graham macht Politik für die Republikanische Partei und hetzt in übelster Weise gegen queere Menschen.

Homosexuelle seien „Feinde“ der Christen so Graham, der auch wiederholt für „Homo-Heilung“ warb. Nebenbei verbreitete er Barack Obama sei als Muslim geboren und bezeichnete den Islam als „böse“.

Die Großveranstaltung wird von der nach Grahams Vater Billy benannten „Billy Graham Evangelistic Association“ mitorganisiert. Billy Graham war ein sehr populärer Evangelikaler Prediger, und polemisierte ebenso stets gegen Abtreibung und Homosexualität genauso wie gegen Kommunismus. Auch antisemitische Äußerungen von ihm wurden in den USA stark kritisiert. Billy Graham starb 2018 und Donald Trump würdigte ihn als großartigen Menschen.

In der Graham-Prediger Familie scheinen Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus , Antikommunismus und antimuslimischer Rassismus zu einem widerlichen Gemisch zusammen zukommen.

Veranstaltungen in England wurden wegen Homophobie abgesagt

Der Internet-Block Queer schreibt auf seiner Seite, dass in Großbritannien geplante Auftritte von Franklin Graham bereits für Gegenwind gesorgt haben. Zwei Veranstaltungsorte in Liverpool und Sheffield haben bereits ebenfalls für Juni geplante Auftritte von Graham unter Berufung auf seinen Hass auf Homosexuelle abgesagt.

Der Bürgermeister von Liverpool Joe Anderson meinte dazu, dass sie Absage die richtige Entscheidung gewesen sei, da Liverpool eine vielfältige Stadt sei und stolz auf seine LGBTQ-Community sei. https://www.bbc.com/news/uk-england-merseyside-51255414

Wir können nur hoffen, das die Lanxess Arena angesichts der zu erwartenden homophoben Hetze ihre Raumvergabe überdenkt und auch die hiesigen Politiker/innen sich eindeutig dazu äußern.

https://www.queer.de/detail.php?article_id=35418