10. Juli 2020

Presseerklärung von Köln gegen Rechts: Gegen Männergewalt und Rassismus!

Die gewalttätigen, sexualisierten Übergriffe von Männergruppen – unter ihnen, nach Aussagen von Betroffenen, auch Männergruppen aus Nordafrika – gegen Frauen auf dem Bahnhofsplatz in der Silvester Nacht rufen auch rassistische „Frauenbeschützer“ auf den Plan.

Am Montag dem 4.1. hat sich bei Facebook eine Gruppe unter dem Namen „Altstadtspaziergang“ gegründet, die wohl vorhat, am Dienstag dem 5.1. abends oder auch am Wochenende so etwas wie eine Jagd auf Schwarze in der Kölner Innenstadt um den Hauptbahnhof herum zu machen. Bei den Mitgliedern der Gruppe handelt es nach erstem Anschein um Leute aus dem Hooligan-, Türsteher- und Rotlicht-Milieu. Sie sprechen u.a. von „Untermenschen“ und das es Zeit wird, „dass dieser Dreck von unserem Stadtbild verschwindet“.

Sprachlich etwas moderater, aber mit gleicher rassistischer Aufladung meldet sich auch die Pro Bewegung zu Wort. Unter dem Motto „Zuwanderergewalt lässt uns nicht kalt!“ hat der Kölner Kreisverband von PRO NRW für Mittwoch den 6.1. um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine Mahnwache gegen „testosterongesteuerte „Neubürger““ angekündigt.

Sonja Ziegler, Sprecherin von „Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis“ verurteilt die gewalttätigen Übergriffe von Männern – egal welcher Nationalität – gegen Frauen in der Silvester Nacht. Gleichzeitig wendet Köln gegen Rechts sich entschieden gegen die rassistische Vereinnahmung des berechtigten Protestes gegen Männergewalt.

Gegen Patriarchat und Rassismus!