19. September 2020

Pressemitteilung vom 20.12.2014

In Dresden demonstrieren jeden Montag Tausende – sogenannte Patriotische Europäer- gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und „drohende Islamisierung des Abendlandes“ Auf den „ Spaziergängen“ von PEGIDA tummeln sich auch rechte Hooligans und Neonazis. Die Rechtspopulisten von der AfD und die extrem rechte Pro NRW unterstützen die Bewegung tatkräftig durch Aufrufe und organisatorisch, z.B. als Anmelder*innen. Politiker*innen der meisten Parteien zeigen Verständnis und wiederholen unentwegt das Mantra: …man muss aber auch die „berechtigten Sorgen“ vieler der Teilnehmer*innen ernst nehmen.

Dazu die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor auf der Arsch Huh Kundgebung am 14.12. 2014.: „Es sind erwachsene Menschen, die sich dort anschließen. Mündige Bürger! Und wer dort mitmacht, muss wissen, dass er sich rechtspopulistischen Ideen anschließt und Seite an Seite mit Rechtsextremisten marschiert! Und dafür fällt es mir ehrlich gesagt, ganz schwer, Verständnis aufzubringen“.

Eduard Meier von der „Kein Veedel für Rassismus“:
„Es sind zumindest Rassist*innen und sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Deshalb auch das Verständnis der Parteienvertreter*innen für einen Teil ihres Wahlklientels“

Nun versucht PEGIDA auch in NRW Fuß zu fassen. Im Rheinland mobilisiert – bisher noch wenig erfolgreich – eine Kooperation der rechten Szene aus Bonn (BOGIDA), Düsseldorf (DÜGIDA) und Köln (KÖGIDA). Sie wollen im unregelmäßigem Wechsel zu ihren rassistischen Montagsdemonstrationen jeweils in einer dieser Städte mobilisieren.

Ihre erste Demonstration fand in Düsseldorf statt. Am 15.12. dann ging es weiter in Bonn. Dort gelang es mehreren tausend Menschen, den Aufmarsch von ca. 300 Rassist*innen durch Blockaden zu verhindern. Weitere Bonner Termine sind der 22.12. und 29.12. 2014

Für Montag, den 05.01.2015, hat nun “KÖDIGA” einen Aufmarsch in Köln angekündigt. Ihr Treffpunkt ist um 18:30 Uhr am Ottoplatz in Köln-Deutz. Wir sehen unsere Aufgabe darin, diesem neuen Formierungsversuch einer rassistischen Massenbewegung auf der Straße zu begegnen. Die erfolgreiche Verhinderung des sogenannten Antiislamisierungskongresses im Jahr 2008 in Köln und der PEGIDA/BOGIDA Demo in Bonn am 15.12. 2014 durch Blockaden haben gezeigt, wie es geht.

Gut zwei Monate nach den HOGESA Ausschreitungen werden wir nicht zulassen, dass am 5. Januar wieder ein rassistischer Aufmarsch durch Kölns Straßen zieht!

Kein Veedel für Rassismus“ und „Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

Weitere Infos: www.gegenrechts.koeln