Dienstag, 24. Februar um 19 Uhr in der „Alte Feuerwache“
Ob sich rechte Medienaktivist*innen vernetzen, Karneval zu rechten Agitationszwecken missbraucht wird, Neonazis AfD-Veranstaltungen im Landtag besuchen oder sich allgemein rassistische, queerfeindliche und antisemitische Positionen in Teilen der Öffentlichkeit Bahn brechen, das alles wird von der MBR beobachtet und dokumentiert.
Die MBR steht auch als Beratungsstelle für Menschen zur Verfügung, die entweder selbst Opfer von Rassismus, Queerfeindlichkeit oder Antisemitismus geworden sind, oder Unterstützung im Umgang mit ihrem rechtsextremistischen Gegenüber benötigen. Die MBR ist damit eine der wichtigen Beratungs- und Dokumentationsstellen im Kölner Raum.
Im Rahmen des Offenen Treff wird die MBR u.A. über die Entwicklungen der rechten Szenen in Köln und Umland berichten.

Auch wenn sich die Kölner Stadtgesellschaft lange auf der Insel der Glückseligen wähnte und sich gerne daran erinnert, wie man rechtsextreme Aufmärsche wieder aus der Stadt geschmissen und anschließend schon im Vorfeld verhindert hat, wie mit lautem Gegenprotest den Faschisten der AfD der Tag versaut wurde, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich auch in Köln die Dinge längst dramatisch geändert haben.
Kam die AfD bei der Bundestagswahl 2021 noch auf einen Zweitstimmenanteil in der Stadt Köln von lediglich 4,66 %, konnte man sein Zweitstimmenergebnis bei der Bundestagswahl 2025 mit 10,03 % mehr als verdoppeln.
Bei der Kommunalwahl ergab sich ein ähnliches Bild, mit stadtweit 4,38 % im Jahr 2020 und 9,11 % im Jahr 2025.
Es bleibt also festzuhalten, dass sich auch in Räumen, die sich eigentlich wenig anfällig für Rechtsextremismus halten, eine Entwicklung im Gange ist, die sich nicht so sehr von den östlichen Bundesländern unterscheidet, wenn auch auf niedrigerem Niveau gestartet und langsamer.
Auch wir beobachten ein zunehmendes Selbstbewusstsein der Rechten, was sich in einer Zunahme von AfD-Ständen auch außerhalb von Wahlen zeigt oder einer Wiederholung des anfangs erfolglosen rechten Auf-“Marsch für das Leben“ in Köln.
Wer mal einen Blick in eine hoffentlich nie eintretende Zukunft werfen möchte, kann sich mit dem Entwurf des „Regierungsprogramms“ der AfD-Sachsen-Anhalt befassen.
Zum Beispiel hier (https://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-im-september-sachsen-anhalts-afd-legt-radikalprogramm-vor-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260126-930-598870),
hier (https://www.deutschlandfunk.de/interview-benjamin-hoehne-politikwissenschaftler-das-afd-wahlprogramm-in-sachs-100.html)
oder hier (https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2026/01/28/remigration-im-wahlprogramm-der-afd-sachsen-anhalt/). Eklig, aber auch eine Blaupause für andere Landesverbände.
Umso wichtiger ist die Information zu rechten Gruppierungen und Tendenzen auch in Köln und Umland, umso wichtiger ist eine Anlaufstelle, die mit Beratung und Information Betroffenen zur Seite steht.
Kommt also zahlreich, informiert Euch und vernetzt Euch.
Dienstag, 24.02.2026 | 19 Uhr | Alte Feuerwache | Melchiostr. 3 | 50670 Köln
